Caroline Finn
Sabine Glenz
Ruth Golic
Monica Gomis
Sabine Haß-Zimmermann
Stephan Herwig
Anna Holter
Judith Hummel
Jessica Iwanson
Karen Janker
Manfred Kröll
Stefan Maria Marb
Angelika Meindl
Moritz Ostruschnjak
Helmut Ott
Yvonne Pouget
Micha Purucker
Johanna Richter
Claudia Senoner
Zufit Simon
Susanne Stortz
Dali Touiti
Birgitta Trommler
Katja Wachter


 


Mitglied seit 2013 und aktuell im Vorstand
Sabine Glenz

„Meine Choreografien untersuchen die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten in unserer Relation zu dem Anderen und Fremden. Darunter verstehe ich z.B. unser Verhältnis zu der Gruppe, unsere Relation zur Gemeinschaft, aber auch zu umgebenden Räumen, künstlichen Objekten oder der Natur –
und letztlich auch das Verhältnis zu uns selbst.“ Sabine Glenz


Ihre choreografische Laufbahn beginnt S.G. 2004 mit abendfüllenden Soloarbeiten, die sie selbst tanzt und überregional präsentiert.
Den Inhalten ihrer Arbeiten, wie Anwesenheit und Abwesenheit körperlicher Präsenz oder der Versuch der eigenen Positionierung in Räumen, Situationen oder Gruppierungen, begegnet sie mit der Sprache des Körpers - mag sie noch so reduziert sein - und vertraut hierbei der Formulierung von Uneindeutigkeit und Beiläufigkeit.

Von Beginn an konfrontiert S.G. ihre choreografischen Arbeiten mit visuellen Kunstformen wie Fotografie, Film und Malerei. Die Kraft des Bildhaften, die Beeinflussung einer visuellen Sprache auf choreografische Methoden und deren Beschaffenheit, faszinieren sie. In vielen Jahren enger Zusammenarbeit mit Künstlern unterschiedlicher Disziplinen entstehen für Soli, Duette und Gruppenstücke vielfältige und prägnante Abbildungen körperlicher Erscheinungsformen – Fotoanimationen, Videoinstallationen auf der Bühne oder in angrenzenden Räumen, werden zu einem wesentlichen Bestandteil ihrer künstlerischen Formulierung und stehen im unmittelbaren Bezug zu ihrer choreografischen Arbeit.

2004/2006
Nach ihrem ersten Solo “I Saw What I Thought I Should See” (2004) war “a body within“ 2006 ihre zweite Eigenproduktion, mit der sie unter anderem in Hamburg (Kampnagel), Köln (Orangerie) und in Würzburg (Tanzspeicher) zu sehen war.

2007/2008/2009
Sie entwickelt ihre Trilogie „Liquefy“: Im Duett „study for two figures“ (Teil 1) steht die Grenze zwischen zwei Körpern, ihre Spiegelung, bzw. Doppelung im Vordergrund. Der zweite Teil „TRANCE“ (2008) widmet sich der Verflüssigung oder Auflösung des Individuums in der Masse. „SOFT CUT - Soli für Bewegung und Fotografie“(2009) – der dritte und letzte Teil und Kern der Trilogie – stellt die Präsenz und Abwesenheit des Körpers in seinem umgebenden Raum in den Mittelpunkt der Arbeit. „SOFT CUT“ führt S.G. u.a. im Rahmen des Festivals „Les Repérages“ (März 2010 in Lille und Charleroi), RODEO MÜNCHEN (Juni 2010) und beim Festival Rencontres Essonne Danse (April 2011) bei Paris auf.

2011/2012
Mit Stephan Herwig gemeinsam leitet sie die Studioreihe der Tanztendenz München „Immer am Ersten“ und lädt hierzu Veranstalter, Förderer und Tanzkritiker, sowie Tanzwissenschaftler und Künstler ein, um sich u.a. mit Förder- und Arbeitsstrukturen der freien Szene, der Verbalisierung von Tanz, choreografischen Handschriften und Methoden etablierter und junger Künstler im Gespräch mit dem Publikum auseinander zu setzen. In ihrem Gruppenstück „LAYERS“, uraufgeführt im Rahmen des Festivals DANCE 2010, vertieft die Choreografin ihr Interesse an den Eigenschaften unterschiedlicher Energien und Dynamiken in der Bewegung des Einzelnen und in der Gruppe und nimmt es im Juni 2011 in neu einstudierter Fassung wieder auf.

Inspiriert von durchaus konträren Denkansätzen und Ausdrucksformen zweier Tänzerinnen des 20. Jahrhunderts, Rosalia Chladek und Valeska Gert, entsteht in Zusammenarbeit mit Zufit Simon und Karen Piewig „L.O.V.E. – Anordnungen für zwei Tänzer“ und kommt im Januar 2012 zur Premiere.

In Kooperation mit der Tanzwerkstatt Europa 2012 entwickelt sie „WUCHT - choreografische Metaphern“. Bezeichnend für diese Arbeit ist die Wechselwirkung aus verschiedenen choreografischen Handschriften unter Einbeziehung konkreter Objekte – es entstehen dynamische choreografische und performative Module.

Sabine Glenz erhält den Förderpreis Tanz der Landeshauptstadt München.

Einer Einladung zur Artistic Exchange Residency in Rio de Janeiro folgt sie als eine der teilnehmenden Künstlerinnen bei dem Festival „Les Repérages“.
In ihrem Soloabend „Double Bill“ (Premiere Dezember 2012) konkretisiert sie ihr Hauptthema der "Selbst- und Fremdwahrnehmung" und entwickelt es gemeinsam mit der israelischen Tänzerin Zufit Simon weiter. Simon, die bereits in früheren Produktionen von S.G. mitwirkte, übernimmt das Thema in Kenntnis der choreografischen Handschrift, deutet es aber mit eigenen Signaturen neu.
Es entsteht eine Verschneidung der jeweiligen Innen- und Außenansichten, eine Zwiesprache zwischen Tänzerin und Choreografin, zwischen Thema und Interpretation.

2013
Neben weiteren Aufführungen von „Double Bill“ bei der Tanzwerkstatt Europa 2013 und im Tanzquartier Wien (mehrtägiger Programmfokus: „SOLO? On bodies and their doubles in contemporary dance“), ist sie zu dem begleitenden Symposium der TWE geladen: „Über Kooperation und Kollektivität in der Performance“.

2014
In der Performance Reihe von Access To Dance wird ihre Arbeit „Very Natural Adaption“ in der Muffathalle München präsentiert – im Dialog aus Film und Live Performance zeichnet S.G. den momenthaften Blick auf die Entfremdung und Verherrlichung einer Natur, die es längst nicht mehr gibt. Eine subjektive Geschichte über die Verortung des Selbst, wie auch den Verlust und das (Wieder-)Finden von Identität.

Als Tänzerin arbeitet sie in Rosemary Butcher’s „test pieces“, das im August im Kunstbau des Lenbachhauses uraufgeführt wird, ein Gastspiel in Nottingham/UK findet im März 2015 im Rahmen des Nottdance Festivals statt.

„Hands and Days“, eine weitere choreografische Installation, kommt am 21. November im schwere reiter zur Uraufführung. Im Spiel zwischen Subjekt und Objekt wird eine irritierende Spannung provoziert, Grenzen zwischen Abbild und Realem heben sich scheinbar auf. Gemeinsam mit Judith Hummel und Markus Kunas werden bildhafte Prozesse in die physisch bewegte Praxis übersetzt.

2015
In Zusammenarbeit mit der Bode Schule und der Galerie der Künstler entsteht „Here We Go?“, eine installative Performance, die das Zustandekommen und die Dynamik gemeinschaftlicher Bewegung und individuellen Handelns innerhalb der Gruppe untersucht. Der Frage nach unserem Selbstbild und unserer Zugehörigkeit begegnet die Künstlerin in diesem spartenübergreifenden Projekt aus dem Blickwinkel der alltäglichen Haltung und Geste (Premiere 21.5.2015).

Im September zeigt Sabine Glenz den 1. Teil der choreografischen Folge "Der Abstand der Dinge" im schwere reiter. „Vervielfältigung“ zeichnet sich durch die freie Bewegung der Besucher im Raum aus – konfrontiert mit mehrdeutigen Bildern und Situationen, die auch via Projektion übertragen werden.
„Der Abstand der Dinge“ ist unterteilt in drei unterschiedliche Motive, deren Spannung sich durch die räumliche Gestalt und ihre choreografische Sprache ergibt. „Vervielfältigung“ ist der erste Teil der Trilogie begehbarer Installationen, es folgen „Isolation“ und „Ordnung“.

In Barcelona arbeitet sie während einer Residenz bei nunart gemeinsam mit der katalanischen Tänzerin Anna Fontanet an einer choreografischen Recherche, deren erste Ergebnisse in einer informellen, werkstattähnlichen Atmosphäre im Studio des Muffatwerks (02/2016) präsentiert werden. Das offene Format dieser Lecture Performance entsteht im verbalen und tänzerischen Dialog: Sichtbarmachen und Aufspüren choreografischer Arbeit, ein Spiel mit den eigenen Erinnerungen und der Freiheit der Interpretation.

2016
In Zusammenarbeit mit Joint Adventures und den Münchner Philharmonikern choreografiert Glenz für das MPHIL 360° Festival ein „Septett – für 3 Musiker und 4 Tänzer“. Gemeinsam mit dem Musiker und Komponisten Robert Merdzo und den Tänzern Esther Balfe, Emmanuel Obeya, Virginie Roy und Eva Schaller neuinterpretiert sie Prokofiews Original, das Quintett in G-Moll, Op. 39.


„Sabine Glenz’ Bewegungsvokabular ist minimalistisch und genau auf den ersten Blick. Von schlichten Schauwerten lässt sie sich nie verführen, sie bleibt mit ihrem sicheren Gefühl für Zwischentöne flüchtig uneindeutig. Beobachtet man die spannungsvolle zeitgenössische Sprache, ihre Liebe zur beiläufigen Form, die verfremdeten Alltagsgesten mit ihren scheinbar flüchtigen Abweichungen länger, scheint die Choreografie sich zu verdichten oder zu verflüssigen.
Sabine Glenz verwendet in ihren Tanzstücken gerne Projektionen; diese inszenieren an sich schon das Spiel mit der Abwesenheit von anwesenden Körpern. Es ist ein Spiel mit der Wahrnehmung, aber auch mit den Energien der Körper, die uns zunächst vielleicht nicht so deutlich scheinen. Es ist vielleicht auch ein Test für die Wirkung von Ausstrahlung oder Aura. Sabine Glenz vertraut zutiefst der Sprache der Körper, es ist ihre Sprache, ihre Art der Kommunikation. Ihre Stücke zeugen von dieser Hingabe und Konzentration mit hohem Formbewusstsein.“
aus der Jurybegründung zur Vergabe des Förderpreis Tanz 2012 der Landeshauptstadt München an Sabine Glenz


Kontakt: glenz@tanztendenz.de


                

Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München
  Choreografien

Phasen. Machen
Eine choreografische Recherche in Zusammenarbeit mit der Schlagzeuggruppe der Münchner Philharmoniker zur Musik von Steve Reich, 15. (UA) – 17.9.2017, 20:30, schwere reiter


Septett - für 3 Musiker und 4 Tänzer, eine Koproduktion von JOINT ADVENTURES – Walter Heun im Rahmen von ACCESS TO DANCE mit dem Festival MPHIL 360° der Münchner Philharmoniker
12. November 2016 [ mehr ]
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Lu Mer
Solo von und mit Sabine Glenz, Festival Schleudertaum Regensburg im Rahmen von Transformance CityXChange, 8. Oktober 2016
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Lecture Performance
mit Sabine Glenz und Anna Fontanet, Muffatwerk, 26. Februar 2016
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Der Abstand der Dinge
Eine choreografische Folge in drei Teilen: 1. Vervielfältigung
25. (UA) - 27. September 2015, schwere reiter [ mehr ]
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HERE WE GO?
performative Installation mit Schüler/innen der Bodeschule in der Galerie der Künstler am 21. + 22. Mai 2015 [ mehr ] [ mehr auf Vimeo ]


Hands and Days
21. (Uraufführung) - 23. November 2014, schwere reiter [ mehr ] und am 13. März 2015 beim Festival Schleudertraum in Regensburg
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Probenausschnitt Verrocchio Art Center [ mehr auf Vimeo ]


Sampler 2010 – 2014
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Very Natural Adaption
Uraufführung im Rahmen von ACCESS TO DANCE im Muffatwerk München am 14./15.1.2014 [ mehr ]
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Double Bill
Soloabend, 6. + 7. Dezember 2012,
i-camp / neues theater münchen
WA 7. + 9. August 2013 bei der Tanzwerkstatt Europa, i-camp; zu Gast im Tanzquartier Wien am 30. Nov. 2013 im Rahmen eines Programmfokus zum Solo [ mehr ]
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Wucht
Uraufführung im Rahmen der Tanzwerkstatt Europa 2012, i-camp / neues theater münchen
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L.O.V.E. - Anordnungen für zwei Tänzer, Uraufführung Januar 2012, schwere reiter [ mehr auf vimeo ]

LAYERS
Uraufführung im Rahmen des Festivals DANCE 2010, schwere reiter [ mehr auf vimeo ]

SOFT CUT - Soli für Bewegung und Fotografie
Uraufführung 2009, schwere reiter

TRANCE
Uraufführung 2008, i-camp / neues theater münchen [ mehr auf vimeo ]

study for two figures
Teil 1 der Trilogie "Liquefy", 2007

a body within
i-camp / neues theater münchen, 2006 [ mehr auf youtube ]

I Saw What I Thought I Should See
i-camp / neues theater münchen, 2004 [ mehr auf youtube ]

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