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Die aufgeführten Morgentrainings, Abendkurse & Workshops finden in den Räumen der Tanztendenz statt, werden jedoch von den jeweiligen Lehrer/innen in Eigenregie veranstaltet. Daher bitte Anmeldung und Bezahlung direkt beim Anbieter vornehmen.
  Sa 18. + So 19. September/ 14:00 – 18:00
Mit Yvonne Pouget
Fascial Flow Training und der Dunkle Körper im Butoh Tanz



Eine spielerisch-tänzerische Entdeckungsreise in die Matrix der Faszien in Kombination mit Grundelementen des Butoh Tanz basierend auf der Theorie des „Dunklen Körpers” von Tatsumi Hijikata, dem Begründer des Butoh Tanzes. Für alle Bewegungs- und Tanzinteressierten, die sich für Butoh interessieren, den Körper im Körper kennen lernen, Spannungen lösen und ihre Körperwahrnehmung und ihr körperliches, tänzerisches Ausdrucksspektrum erweitern und steigern wollen. Nonverbale direkt-systemische Kommunikation öffnet im Workshop einen Raum für ganzheitliche Begegnung. In der tänzerische Improvisation erblühen aus den in den Faszien gespeicherten Einschreibungen und Erinnerungen Bilder voll berührender Poesie. Der Workshop ist für alle Levels offen. Tänzerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, es reicht die Lust, die Sinnlichkeit und Lebensfreude des zweiten Körpers, der untrennbar an das Nervensystem und die Emotionen gekoppelt ist, erkunden und sich in Bewegung ganzheitlich seelisch-körperlich-geistig erspüren und ausdrücken zu wollen.


Bitte eine Wärmflasche (Standardgröße), bequeme Trainingskleidung und warme Socken mitbringen


Wochenendworkshop in der Tanztendenz München.
Sa 18. + So 19. September/ 14:00 - 18:00
Preis: 160 €
Info/Anmeldung: info@yvonnepouget.de
Mehr: www.fascial-flow-training.com
Veranstaltet von Yvonne Pouget



YVONNE POUGET
YVONNE POUGET ist Choreographin, Tänzerin, Heilpraktikerin eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, Tanztheraphie, Körperzentrierte Psychotherapie, Traumatherapie, Expertin für Stressregulationsstörungen; Pouget ist Mitglied der “Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie” e.V.

Japanischen Butoh Tanz studierte Pouget bei Ko Murobushi und Carlotta Ikea. Im Laufe ihrer 28jährigen international erfolgreichen künstlerischen Karriere inszenierte sie abendfüllende Musiktanztheaterproduktionen und verfolgte intensive Forschungen zu verschiedenen Bewegungssystemen und Möglichkeiten, sich nonverbal über den Körper auszudrücken und mit der Umwelt in der Tiefe zu kommunizieren.

FASCIAL FLOW TRAINING UND FASCIAL FLOW THERAPIE wurde von Yvonne Pouget entwickelt, und ist eine ganzheitliche, körperorientierte kultursensitive Methode auf der Struktur der Faszien auf wissenschaftlicher Basis. Das Training hilft Erstarrungs- und Verspannungsphänomene zu lösen. In Einzeltherapie behandelt Yvonne Pouget mit ihrer körperzentierten Methode vorwiegend die Folgen von (komplexen) Traumafolgestörungen, Dissoziative Störungen, Erstarrungsphänomene und Schmerzen unklarer Genese.

Pouget hat für ihre Methode die neurobiologischen Wirkungsmechnismen des Japanischen Butoh Tanz, die ihre eigenen Bühnensprache, die des Süditalienischen Tarantismus sowie von Trance, Bewegungstrance und Hypnotherapeutische Techniken untersucht, und mit den Forschungen von Stephen Porges, Peter Levine, Besel van der Kolk, Fredric Schiffer, David Grant, und David Berceli zusammengebracht. Im Zusammenhang mit Traumafolgestörungen und somatischer Dissoziation forscht Pouget seit vielen Jahren privat an der Wirkung von Wet Needling, Dry Needling und Elektroakupunktur mit Prof. Dr. Florian Pfab (u.a. Leiter der Medizinischen Abteilung des Fußball-Bundesliga Verein Eintracht Frankfurt). Aus den Erkenntnissen hat Pouget ihre körpertherapeutische Behandlungsmethode auf Basis der Faszien weiterentwickelt, die u.a. ein Umlernen der veränderten Reizverarbeitung bei Traumafolgestörungen ermöglicht. Ebenfalls hat Pouget Behandlungsprotokolle mit Elekroakupunktur zur Behandlung von komplexen Traumafolgestörungen und Dissoziativen Störungen entwickelt.

Pouget hat bereits 1991 eine Ausbildung in Jap Sen "Nerve Touch“ Manualtherapie am Lek Chaiya, Chiang Mai, Thailand, mit Diplom abgeschlossen. „Jap Sen“ /„Nerve touch“ behandelt Körper und Seele als Kontinuum, Muskeln, Bänder, Sehen und Nerven werden dabei integriert behandelt. Am Lek Chaiya wurde mit dieser ganzheitlichen manualtherapeutischen Methode Schlaganfälle, Lähmungen und Psychische Störungen erfolgreich behandelt. Pouget verfügt außerdem über langjährige Selbsterfahrung mit Körpertherpieformen wie TRE (Traum Release Exercies), Myofaszial Unwinding, Myoreflextherapie und Integrative Manualtherapie. In ihren spezifischen Ansatz sind ihre jahrzehntelangen Erfahrungen in Shiatsu, klassische Massagetechniken, Integrativer Manueller Therapie, Bindegewebsmassage genauso wie ihre Kenntnisse in Pilates, Tai Chi, Feldenkreis, Spiraldynamik und Yoga eingeflossen.

Yvonne Pouget wurde mit Fascial Flow Training 2016 vom Vorstand der „Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie“ (DeGPT), als Expertin in die Arbeitsgruppe für „Körperorientierte Verfahren in der Traumatherapie“ der DeGPT geladen. Als Dozentin für traumasensibles Faszientraining nahm sie 2016 an allen Treffen der Arbeitsgruppe teil.

Yvonne Pouget hat sich die zurückliegenden Jahre mit Ego State Therapie, Hypnotherapie, Integrativer Traumatherapie, EMDR und Brainspotting an anerkannten Institutionen weitergebildet.

„Ich erinnere mich noch an Yvonne Pouget´s großartiges Stück „Hoch oben weites Blau“ (2007/2008). Sie hat meines Wissens als eine der ersten in München das Thema der posttraumatischen Belastungsstöungen künstlerisch aufgearbeitet und damit ein politisches Großthema antizipiert – wenig später wurden derartige Störungen der deutschen Soldaten im Afghanistaneinsatz in den Großmedien als grundlegendes Problem aufgegriffen“. (Martin Sambauer, DAS INTEGRAL)

Das Thema einer Produktion von Yvonne Pouget „Lo spirito del cuore“ war das Biographische Gedächtnis der Faszien: Körperliche Erfahrungen werden in den Nervenzellen gespeichert und bilden ein unabhängiges Gedächtnis. Zwischen Großhirn, Rückenmark und den Faszien findet gleichermaßen eine Kommunikation statt. Die aktuelle neurobiologische Forschung spricht in diesem Zusammenhang vom „Gedächtnis der Faszien“ in dem die gesamte Lebensgeschichte eines Menschen eingeschrieben ist.

TV Clip zu „Identità“ 2014 in Taranto/Süditalien, ein Musiktanztheater über die Weitergabe von Kriegstraumata an die nächsten Generationen: www.youtube.com
Die Produktion in voller Länge: www.youtube.com/full lenght
Ausserdem: vimeo.com


Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München