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Die Tanztendenz initiiert eine Reihe von Projekten, die in den Studios im Lindwurmhof stattfinden, und / oder eigens für den Spielort schwere reiter ins Leben gerufen wurden.
  Internationales Netzwerk

Die Tanztendenz ist seit 2006 Partner im internationalen Veranstalternetzwerk Les [Nouveaux] Repérages*, das den kontinuierlichen Austausch der freien zeitgenössischen Tanzszene zwischen 15 Nationen aus Europa, Kanada und Brasilien unterhält und pflegt.

*(le repérage: Orts-, Standortbestimmung, Ortung, Peilung)


DANSE À LILLE
Jedes Jahr im Frühjahr werden Repräsentanten der nationalen zeitgenössischen Choreografenszene zum Festival „Danse à Lille“ (seit 2014: „Le Grand Bain“) in Lille und Roubaix, im Norden Frankreichs geschickt.
[ Le Grand Bain ]
Mit kurzen Stücken können sich Choreografen in professionellem Rahmen präsentieren und wichtige Kontakte zu internationalen Veranstaltern knüpfen.

DEUTSCHER PARTNER
Bisher wechselte sich die Tanztendenz mit der Entsendung von Choreografen nach Lille mit dem Tanzhaus nrw ab. Nach dessen Ausscheiden ist die Tanztendenz seit 2013 alleiniger deutscher Partner. Die besonderen Formate der Tanztendenz, die Aspekte einer Organisation von Künstlern für Künstler, und die etwas anderen Schwerpunkte sind bei den Netzwerkpartnern auf Interesse gestoßen.

AUSTAUSCH
Das Internationale Choreografenatelier, von der Tanztendenz alle zwei Jahre veranstaltet, ist bereits ein Format, das Gelegenheit bietet, sich konkret am Austausch mit Einladungen an Choreografen, die sich in Lille vorgestellt hatten,
zu beteiligen.
Mit side.kicks hat die Tanztendenz nun ein flexibleres, schlankeres Format entwickelt, das den „Nouveaux Repérages“ unter Céline Bréant und der neuen Rolle der Tanztendenz als alleiniger Deutschlandpartner besser gerecht werden kann. Als Institution „Von Künstlern für Künstler“ möchte die Tanztendenz die Vielfalt von möglichen Formaten, organisatorischen Vorgehensweisen und künstlerischen Strategien dokumentieren.

STRUKTURWANDEL
Seit 2014, unter der neuen Leitung von Céline Bréant, existiert eine neue Struktur von Danse à Lille. „Les Nouveaux Repérages“ gibt es als eigenständiges Format nicht mehr: Es wird im Rahmen des Festivals „Le Grand Bain“, das Tanz, Theater und Performance vereint, die Produktionsauswahl des internationalen Veranstalternetzwerks gezeigt. Während des acht Tage dauernden Festivals gibt es für die Choreografen jedoch weiterhin sowohl die Möglichkeit der Präsentation, als auch die Teilnahme an einer Residenz.

REPRÄSENTANTEN IN LILLE
Im April 2014 nahm Caroline Finn mit „Bernadette“ am Festival in Lille teil. Bisher waren Micha Purucker (1996-1997), Anna Holter (2006), Katja Wachter (2008), Sabine Glenz (2010) und Stefan Maria Marb (2012) deutsche Repräsentanten beim Festival Danse à Lille.

AKTIVITÄTEN
Die Tanztendenz war Ende Mai 2014 eingeladen, ihre Aktivitäten und ihr Organisationsmodell in der Turiner Universität beim europäischen "GIORNATA DI STUDIO", einem Netzwerktreffen von nationalen und internationalen Partnern, während des Tanzfestivals INTERPLAY vorzustellen.

AUSBLICK
In diesem Rahmen ist geplant, unter dem Arbeitstitel „Métamorphoses“ ab 2015 eine Kooperation mit europäischen Netzwerkpartnern einzugehen:
Centrum Kultury Zamek (Posen / Polen),
Le Pacifique (Grenoble / Frankreich), Le Gymnase (Roubaix / Frankreich), Dance Limerick (Limerick / Irland), Firkin Crane (Cork / Irland), Dansmakers (Amsterdam / Holland) und dem bisher federführenden Choreografischen Zentrum La Briqueterie in Vitry-sur-Seine (südlich von Paris).
In den verschiedenen Städten findet eine Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Geschichten der jeweiligen Spielstätten und dem Ort statt. In diesem interdisziplinären Projekt mit Architekten, bildenden Künstlern, Filmemachern, Tänzern und Spurensuchern geht es um die Inszenierung ehemals anders genutzter Flächen und Räume, um gelebten Raum, der seine Vergangenheit nicht verleugnet. Dafür ist der Standort schwere reiter perfekt geeignet. Im Juni 2014 fand ein erstes Arbeits- und Vorstellungstreffen in Vitry-sur-Seine statt, um die neuen Partner kennenzulernen, und das Konzept entsprechend zu vertiefen. Ende Februar und im Mai 2015 fanden weitere Arbeitstreffen in Cork, Limerick (Irland) und München statt, um an dem EU-Antrag für Oktober 2015 weiterzuarbeiten und die jeweiligen Spielorte und Künstler kennenzulernen.



Tanztendenz München e.V. wird gefördert
durch das Kulturreferat der LH München