Totem_BODY: Stefan Maria Marb
In der Tanzperformance „Totem_Body“ geht es um eine ethnologische Symbolik, die ursprünglich durch die First Nation People Nordamerikas ins kollektive Bewusstsein gerückt wurde. Dort bezeichnet der Begriff Totem neben der religiös-mythologischen Bedeutung, die durch ein Tier, wie beispielsweise dem Donnervogel, oder eine Pflanze verkörpert wird, auch die verwandtschaftliche Zugehörigkeit zu einem Ahnenclan. Die dafür rituell errichteten Totempfähle verkörpern diese Symbole auf eine künstlerisch -plastische Weise. Die Darstellungen auf diesen Pfählen variieren dabei erheblich zwischen den jeweiligen indigenen Stämmen und stellen eine unglaubliche Vielfalt dar. Inzwischen werden Totems nicht nur den Völkern in Amerika zugeordnet, sondern auch anderen frühen Ethnien, wie beispielsweise den australischen Aborigines. Im Stück wollen wir uns mit der zeitlosen Symbolik des Totems als einer Antenne zu anderen Seinszuständen auseinandersetzen und versuchen, diese mit unserem tanzenden Körper zu übersetzen. Dabei geht die Inszenierung auch der Frage nach, ob und inwieweit Totems in unserer Zivilisation einen Platz haben könnten, gerade im Hinblick auf unser angespanntes Verhältnis zur Natur.
Begleitet von der Livemusik bespielen dabei die Tänzerinnen und Tänzer des Butohateliers den gesamten weitläufigen Raum der Halle 50.
Regie und Choreografie: Stefan Maria Marb
Assistenz: Alexander Strauß
live am Cello: Jost-H.Hecker
Tanz: Das Ensemble des Butohateliers
Tickets an der Abendkasse
weitere Informationen: www.butoh-marb.de
Totem_Body ist eine Eigenproduktion von Stefan Maria Marb; sie wird gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und findet mit freundlicher Unterstützung der Domagkateliers statt.
Städtisches Atelierhaus am Domagkpark
Ausstellungshalle
Margarete-Schütte-Lihotzky-Str. 30